25. April 2007

Die Geschichte des Bonsai Baums


Die Geschichte des Bonsai Baums ist lang und sagenumwoben

Die ersten Bonsai Bäume sollen zuerst in China vor ca. zweitausend Jahren gepflanzt worden sein und waren damals als Pensai bekannt. Pensai war die Praxis, einzelne Bonsai Bäume in Töpfen anzupflanzen. Diese frühen Muster hatten wenig Laub und raue, knorrige Stämme, die häufig wie Tiere, Drachen und Vögel aussahen. Es gab eine grosse Anzahl von Mythen und Legenden die sich um den chinesischen Bonsai weben. Die grotesken oder an Tierformen erinnernden Stämme und Wurzelbildungen werden noch heute hoch geschätzt.

Die kulturelle Entwicklung Japans ist stark durch die chinesische Einflussnahme geprägt. So wurde auch die Bonsai Kunst übernommen. Bonsai Bäume kamen während der Kamakura Periode (1185-1333) nach Japan. Es war die Zeit, als sich der Zen-Buddhismus in Asien schnell verbreitete. Die genaue Zeit ist fraglich. Es ist möglich, dass es im Jahr 1195 n. Chr. war. Es gibt eine Referenz in einer japanischen Schriftrolle, die dieser Periode zugeschrieben wird.

Bonsai Bäume verbreiteten sich rasch in Japan. Die Kunst wurde verfeinert und weiterentwickelt und übertraf schon nach kurzer Zeit die chinesische. Im Laufe der Zeit wurden Bonsai Bäumen nicht mehr nur von buddhistischen Mönchen und ihren Klöstern angepflanzt. Auch der japanische Adel entdeckte die Bonsai Kunst als Symbol des Prestiges und der Ehre. Ideale und Philosophie des Bonsais unterzogen sich im Laufe der Jahre einem erheblichen Wandel. Für die Japaner stellt sich Bonsai als eine Fusion des alten starken Glaubens mit den östlichen Philosophien der Harmonie zwischen dem Menschen, der Seele und Natur dar.

Aus einer alten japanischen Schriftrolle aus der Kamakura Periode stammt das folgende Zitat: “Wer das Vergnügen in eigenwillig gekrümmte eingetopfte Bäumen schätzt und anerkennt, der liebt Missbildungen“.

Ganz gleich, ob dies eine positive oder negative Bewertung war, die Kunst des Gestaltens von zwergenhaften Bäumen, die in Schalen wuchsen, hatte sich in der Oberklasse Japans während der Kamakura Periode dauerhaft durchgesetzt. Vor dem vierzehnten Jahrhundert wurde Bonsai tatsächlich als eine hoch raffinierte Kunstform angesehen. Das bedeutet, dass sich die Praktik bereits viele Jahre vorher durchgesetzt haben muss.

Der Lebensraum der Bonsai Bäume wurde mit der Zeit ins Innere verlegt. Die Pflanzen wurden in speziellen Schalen von der japanischen Elite zu besonderen Anlässen vorgeführt. Damit wurden sie ein wichtiger Teil des japanischen Lebens. Diese komplizierten Pflanzenwerke waren für den dauerhaften Aufenthalt in freier Natur nicht mehr geeignet, obwohl sich die Methoden der Gestaltung und Beschneidung der kleinen Bäume in dieser Zeit nicht von denen unterschieden, die noch draussen wuchsen.
        

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