25. April 2007
Die Entwicklung der Bonsai Kunst
Bonsai Teil der japanischen Lebensart
Während dieser Zeit setzte sich Bonsai auch in der allgemeinen japanische Öffentlichkeit durch. Die grosse Nachfrage nach den kleinen Bäumen begann und etablierte diese Kunstform fest in der Kultur und der Tradition des Landes.
Die Entwicklung brachte es mit sich, dass sich Bonsai in verschiedenen Stilrichtungen herausbildeten, die sich erheblich voneinander unterschieden. Bonsai-Künstler versuchten immer mehr, kulturell wichtige Elemente wie Felsen etc. zu integrieren,um Akzent-Werke, sogar mit kleinen Gebäude und Leuten, auch als Kunst des Bons-kei bekannt, mit ihrem Bonsai-Pflanzen zu verwirklichen. Auch das Reproduzieren ganzer Miniaturlandschaften in der freien Natur, bekannt als Sai-kei, entstand in dieser Zeit. Daneben entwickelten sich viele weitere künstlerische Gestaltungs-Möglichkeiten für Bonsai.
Nach mehr als 230 Jahren der globalen Isolierung öffnete sich Mitte des 19. Jahrhunderts Japan dem Rest der Welt. Reisende, die aus Japan zurückkamen verbreiteten schnell die Kunde von Bonsai. Sie hatten dort erstmals die Miniaturbäume in den keramischen Behältern gesehen, die im Alter reife, hohe Bäume in der Natur nachahmten. Ende das Jahrhunderts folgten dann Ausstellungen in London, Wien und Paris. Besonders die Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 machte Bonsai der breiten Weltöffentlichkeit bekannt.
Die Nachfrage nach Bonsai begann rasant zu steigen. Der Mangel an natürlichen kleinwüchsigen Bäumen führte zur kommerziellen Produktion des Bonsais. Mehrere grundlegende Stile setzten sich durch. Die Bonsai-Künstler machten Gebrauch von Draht, Bambusstäben und anderen Techniken, um das Wachstum und die Gestaltung zu beeinflussen und weiter zu entwickeln. Die Japaner lernten rasch, dass man mit dem wachsenden Interesse an dieser Kunstform auch Geld verdienen konnte. Es dauerte daher nicht lange und es entstanden Betriebe, die ausschliesslich Bonsai-Bäume züchteten und anschliessend exportieren.










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