25. April 2007

Der schräge Bonsai Stil

Der schräg gewachsene Bonsai Baum

Schräg aufgewachsene Bäume sind in der freien Natur eine Folge der Umwelteinflüsse. Sie waren in der frühen Entwicklung entweder dauerhaften Wind ausgesetzt oder sind im Schatten aufgewachsen. Dabei kann entweder der Stamm in sich gebogen sein oder aber der gerade Stamm neigt sich in einem schrägen Winkel. Dabei wachsen die stärkeren Wurzeln auf der Seite, die der Schräge oder Biegung des gegenüberliegt, um das Gewicht des Baumes zu stützen.

Für diesen Bonsai Stil ist jede Baumart gut geeignet. Dieser Stil hat viele Gemeinsamkeiten mit dem frei aufrechten Stil. Der Stamm kann je nach Vorstellung gebogen werden oder gerade belassen werden. Der Baum selbst darf jedoch nicht im rechten Winkel aufwachsen, muss entweder nach links oder nach rechts, jedoch niemals nach vorne geneigt sein. Die Spitze des Baums darf nicht im Lot zum Stammfuss stehen.

Dieser Stil ist eigentlich recht einfach. Er kann durch die Anwendung einer ganzen Reihe verschiedener Methoden erreicht werden. Eine Methode ist, den Stamm des Bonsai bereits im frühen Alter solange abzubinden, bis er die gewünschte Position erreicht hat. Eine andere Methode besteht darin, die Schale auf eine Schräge zu stellen, so dass der Bonsai Baum gezwungen wird, abnormal, also von der Schale aus gesehen schräg aufzuwachsen. Der schräge Stil gehört neben dem streng aufrechten und dem frei aufrechten zu den wichtigsten Bonsai Grundstilen.

Dabei werden die untersten Äste in Dreiergruppen angeordnet gruppiert. Die untersten Äste sollten etwa bei einem Drittel der Stammhöhe anfangen. Die alleruntersten drei Äste umgeben fast den ganzen Stamm, wobei zwei Äste nach vorne ausgebildet sind, jeder ein bisschen höher als der andere angesetzt. Der dritte Ast von ausgehend von einem Punkt zwischen den ersten beiden, wird in solch einem Winkel angesetzt, um die Belaubung etwas tiefer erscheinen zu lassen, als bei den beiden anderen.
        

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